Diese 7 Beikost Mythen solltest du kennen

Diese 7 Beikost Mythen solltest du kennen

Hartnäckige Mythen der Beikosteinfürhung

Wenns ums Baby geht, wissen alle, was das Beste ist.

Unzählige Ratgeber brüsten sich mit Wissen und verbreiten leider alte Mythen, die nicht bewiesen oder mittlerweile widerlegt wurden.

Diese 7 Beikost Mythen solltest du kennen:

Diese 7 Beikost Mythen solltest du kennen

𝗕𝗲𝗶𝗸𝗼𝘀𝘁-𝗠𝘆𝘁𝗵𝗼𝘀 𝗡𝗿. 1:

Mythen der Beikosteinfürhung

"Alle Kinder müssen zur gleichen Zeit mit der Beikosteinführung beginnen"

In unserer Umwelt wird überwiegend kommuniziert, das Kinder ab 4 Monaten mit der Beikost beginnen können/sollen. Vor allem Produkte mit Gewinnerzielungsabsicht, wie Babygläschen und andere Fertig-Babynahrung, behaupten dies. 

Fakt ist jedoch, Babys fangen mit der Beikost an, wenn sie bereit dafür sind. Bereit sind sie, wenn sie die drei Beikostreifezeichen zeigen. Nicht vorher, aber gerne später!

Diese Reifezeichen entwickeln sich zwischen dem 5. und 7. Lebensmonat. Dein Kind und dessen Entwicklungsstand bestimmen also den Beikoststart, nicht die Angabe auf Verpackungen, Beikostpläne oder andere Ratgeber. 

Hier gehts zum ausführlichen Beitrag zum Thema Beikostreife, ihre Zeichen und wie du Sie erkennst

𝗕𝗲𝗶𝗸𝗼𝘀𝘁-𝗠𝘆𝘁𝗵𝗼𝘀 𝗡𝗿. 2:

Mythen der Beikosteinfürhung

"Beikost bedeutet Breikost"

Und auch der 2. (sich fest haltende) Mythos lässt die meisten Eltern glauben, dass die Beikosteinführung mit Babybrei gemacht werden muss. Schauen wir uns jedoch mal an, was die Welt so isst oder 150 Jahre in der Zeit zurück gehen, sollte schnell klar werden, dass dies gar nicht sein kann.

Auch die Befürchtung vieler Eltern, das Kind würde sich an nicht püriertem Essen verschlucken, hält sich fest in den Köpfen. Jedoch ist die ohnehin geringe Gefahr sich zu verschlucken, an Brei, der von einem fremdgeführten Löffel in den Mund kommt, höher, als durch Essen, welches sich dein Baby selber in den Mund steckt. Der menschliche Körper hat schon in diesem Alter beachtliche Fähigkeit, um sich vor Gefahren zu schützen. Du hast ein kompetentes Baby!

Mehr zum Thema Breifrei und Baby-led weaning findest du hier.

𝗕𝗲𝗶𝗸𝗼𝘀𝘁-𝗠𝘆𝘁𝗵𝗼𝘀 𝗡𝗿. 3:

Mythen der Beikosteinfürhung

"Beikost bedeutet Füttern"

Mythos Nr. 3 geht mit Nr. 2 quasi einher. In den Köpfen hält sich nicht nur, das Babys Brei essen müssen, sondern auch, dass sie gefüttert werden müssen.

Aber auch hier können wir Eltern auf die Kompetenzen unseres Kindes zählen. Sicher, sie brauchen etwas Übung und ganz ohne kleckern geht es nicht. Aber dein Baby ist ab Beikostreife in der Lage sein babygerechtes Essen selber zu greifen, zum Mund zu führen, zu essen und zu verdauen.

Sogar das Essen mit dem Löffel lernen viele schon nach wenigen Monaten, wenn man sie lässt. Sie steuern zudem gleichzeitig die Menge, die sie essen möchten.
Bauchschmerzen sind aufgrund des Essens nicht zu erwarten. Bauchweh haben Babys in der Regel nur, wenn zu viel gefüttert wurde. Woher sollen wir als Eltern auch wissen, was zu viel ist?

Als Faustregel gilt:
So viel wie in die geöffnete Babyfaust passt und nicht 190 g, wie sie auf dem Babygläschen stehen.

Das finde ich so schön an Baby led weaning und breifreier Beikost. Das Baby darf seine Kompetenzen nutzen und selber erfahren. Die Milchmahlzeiten bleiben im 1 Jahr die Hauptnahrungsquelle für die optimale Versorgung.

𝗕𝗲𝗶𝗸𝗼𝘀𝘁-𝗠𝘆𝘁𝗵𝗼𝘀 𝗡𝗿. 4:

Mythen der Beikosteinfürhung

"Beikost ersetzt Still- oder Flaschenmahlzeiten"

Dieser Mythos hat mich am meisten verwirrt, geglaubt habe ich ihn auch, die Umsetzung hal jedoch überhaupt nicht funktioniert – zum Glück. Sonst hätte ich mich wohl kaum so intensiv damit beschäftigt. Die im Umlauf vorhandenen Beikostpläne suggerieren dies leider viel zu häufig, ohne wirklich darauf einzugehen.

Grundsätzlich gilt: 𝗕𝗲𝗶𝗸𝗼𝘀𝘁 𝗶𝘀𝘁 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗘𝗿𝘀𝗮𝘁𝘇𝗸𝗼𝘀𝘁!

Im ersten Lebensjahr bleibt Milch, egal ob Mutter- oder Anfangsmilch, die Hauptnahrungsquelle, um die optimale Versorgung mit Nährstoffen zu gewährleisten.

Sicher es ist nicht unmöglich während der Beikosteinführung gleichzeitig abzustillen, aber es muss klar sein, dass dies zwei verschiedene Themen sind. Und natürlich sind alle Babys unterschiedlich. Es gibt Babys die wollen ab dem 10. Monat keine Milch mehr, jedoch ist dies nicht die Regel.

𝗕𝗲𝗶𝗸𝗼𝘀𝘁-𝗠𝘆𝘁𝗵𝗼𝘀 𝗡𝗿. 5:

Mythen der Beikosteinfürhung

"Beikost ist zum Abstillen"

Ebenso wie Mythos Nr. 4 hat dieses Konzept für Ida und mich so gar nicht funktioniert. Die im Umlauf vorhandenen Beikostpläne suggerieren es leider viel zu häufig, ohne wirklich darauf einzugehen, das es zwei Unterschiedliche Themen sind.

Grundsätzlich gilt auch hier: 𝗕𝗲𝗶𝗸𝗼𝘀𝘁 und nicht Anstattkost!

Ein wechseln von Mutter auf Flaschenmilch kann eine mögliche Option sein, die funktioniert. Wer Beikost einführen und gleichzeitig abstillen möchte, sollte in jedem Fall ein professionelle Beratung in Anspruch nehmen.

𝗕𝗲𝗶𝗸𝗼𝘀𝘁-𝗠𝘆𝘁𝗵𝗼𝘀 𝗡𝗿. 6:

Mythen der Beikosteinfürhung

"Beikosteinführung braucht einen Beikostplan"

Ein Plan für die Einführung von Beikost gibt eine gewisse Sicherheit und ist grundsätzlich keine schlechte Idee. Jedoch ist ein Beikostplan im Prinzip nicht nötig.

Denn alle Kinder sind verschieden, essen also auch verschieden und mögen verschiedene Lebensmittel. Ein Plan, den dein Baby nicht befolgt, weil es einfach anders gestrickt ist, kann also mehr frustrieren, als ein gutes Gefühl geben.

Intuition und die Bedürfnisse deines Kindes zu achten, kann dich deutlich weiterbringen, als ein starrer Plan, der nicht selten von Interessengruppen geschrieben wurde, die auf Gewinn aus sind.

𝗕𝗲𝗶𝗸𝗼𝘀𝘁-𝗠𝘆𝘁𝗵𝗼𝘀 𝗡𝗿. 7:

Mythen der Beikosteinfürhung

"Babys, die essen schlafen besser"

Den wohl häufigsten Ratschlag den ich bekommen habe: Geb Ida doch mal nen ordentlichen Brei zum Abendbrot, dann schläft sie auch besser. (*Augenrollen* …)

Dieser Ratschlag stimmt jedoch einfach nicht. Schlafen bzw. Durchschlafen ist ein Entwicklungsschritt, der zeitlich häufig mit der Beikosteinführung einhergeht. Aber das eine hat nichts mit dem anderen zu tun.

Babys, die essen, schlafen NICHT besser!

Nachdem ich das wusste und mir bewusst gemacht habe fiel mir die damalige Situation, mit dem nächtlichen Aufwachen, deutlich leicht.

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