Idas und meine Stillgeschichte #meineentscheidung !

stillen abstillen

Unsere ganz persönliche Stillgeschichte

Ums #Stillen wird viel ge- und beraten – ob wir das nun möchten oder nicht. Es geht mir in diesem Beitrag darum, unsere Stillgeschichte mit dir zu teilen und in keinem Fall zu bewerten, ob und warum jemand nun stillt oder nicht.

Vielleicht hilft unsere Geschichte dir dich nicht alleine damit zu fühlen oder bestärkt dich sogar in deiner Entscheidung – denn Stillen ist nicht immer eine Entscheidung. Aber vor allem ist nicht so leicht wie ich gedacht habe 😉 

stillen abstillen

Vor der Geburt:

Ich war dem Stillen zugetan, aber hab das Thema auf mich zukommen lassen und wollte mich nicht auf etwas festlegen. Denn ich ahnte schon, dass kann man erst entscheiden, wenn ich weiß wie es in Wirklichkeit läuft. 

Direkt nach der Geburt:

Es war definitiv nicht so einfach, wie ich dachte. Einfach „Andocken“ und los? Leider nicht. Ich brauchte definitiv Unterstützung von einer Hebamme. 

2 Wochen nach der Geburt:

Meine Nippel waren Wund – jedes mal Ansetzen tat im ersten Moment so weh, dass ich nicht daran glaubte, dies noch viele Wochen oder gar Monate durchhalten zu können. Zudem war ich quasi ans Sofa gefesselt und stillte gefühlt 24 Std lang. 

2 Monate nach der Geburt:

Ich hatte mich mit dem Stillen angefreundet. Abpumpen war sehr Zeitaufwendig für sehr wenig Milch. Keine 100 ml in 30 Min. Darum gab ich es auf. Auch das Falsche fertig machen, war deutlich Zeitaufwendiger als die Brust zu geben. Ida hatte mittlerweile einen annehmbaren Rhythmus von alle 3 Stunden (außer in Sprungphasen), das funktioniert recht gut. 

3 Monate Stillen

Das stillen lief immer besser. Ich hatte auch die Scheu verloren außerhalb unserer 4 Wände zu stillen. Die Angst davor, dass es jemanden stören könnte, hatte mich in der sensiblen Phase des Wochenbetts doch sehr gehemmt, längere Ausflüge mit Ida zu machen. Doch eine größere Reise nötigte mich quasi, mich meiner Unsicherheit und Angst zu stellen. 

4 Monate Stillen

Mittlerweile war ich richtig stolz auf uns. Ida war ein richtiges Proper Baby und das alles nur durch meine Muttermilch. Wirklich erstaunlich. Es gab einen Rhythmus, von alle 2 Stunden. Sie war hungriger geworden und benötigte eindeutlich häufiger Milch am Tag. 

5 Monate Stillen

Langsam verstand ich, was mit dem Spruch #stillenistliebe gemeint ist. In vielen Phasen war ich sehr dankbar das stillen zu haben. Es half sehr mit Ida zusammen zur Ruhe zu kommen und gerade an beschissenen Tagen stärkte es unsere Beziehung. 

6 Monate Stillen

Die erste Beikost. Nun bekam Ida nicht mehr nur Muttermilch sondern auch erstes leckeres Essen in ihr süßes Bäuchlein. Ich fand es super. Denn gutes Essen, ist bekanntlich meine Leidenschaft und nun durfte ich Ida da heranführen. Ich stillte weiterhin nach Bedarf. 

1 Jahr stillen

In der ersten Woche hätte ich nicht gedacht, dass ich 3 Monate stillen schaffe. Nach 6 Monaten hatte ich mir vorgestellt bis ungefähr zum 1. Geburtstag zu stillen. Je nach dem, wie die Situation dann ist. Denn Milch sollte ihr Hauptnahrungsquelle bleiben, damit wir kein Stress mit der Beikosteinführung haben. Ich hatte ihr auch Pre-Milch angeboten, die mochte sie nicht, also blieb ich beim erstmal beim Stillen.

Langsam häuften sich leider die Kommentar: „Was, du stillst noch!“ „Stillst du etwas immer noch?“ Es traf und verunsicherte mich. Doch ich besinnte mich immer wieder darauf, dass es mein Kind, mein Leben und meine Entscheidung ist. Ich versuchte nicht anderen zu erklären warum, es konnte doch eh nur der verstehen, der in der selben Situation steckte.

15 Monate stillen

Aus dem Plan nach 12 Monaten abzustillen wurde nichts. Persönlich Umstände ließen mich diese doch intensive Umstellung nicht in Angriff nehmen. Ida wollte nach 15 Monaten immer noch in der Nacht alle 2 Stunden an die Brust. Wir hatten un arrangiert, sie schlief die meister Zeit neben mir. So konnte ich sie einfach anlegen und weiterschlafen. Doch verschiedene Wachstums- und Sprungphasen brachten mich um meine Nächte. Ich entschied sie in Nacht von der Brust zu entwöhnen. Ein erster Schritt in Richtung abstillen. Es kostet mich 4 wirklich anstrengend Nächte mit viel Weinen, Beruhigen, trösten und herumtragen. Doch dann war es geschafft und auch die erste Nacht mit 8 Stunden Schlaf am Stück für uns beide war endlich da. 

18 Monate stillen

Ich hatte die Stillmahlzeiten mittlerweile auf morgens und abends reduziert. Sie verstand zu dem Zeitpunkt schon, wenn ich ihr sagte: Die Milch ist alle, heute Abend bzw. Morgenfrüh gibt es wieder Milch. Dieses Verständnis half dann auch sehr beim gänzlichen Abstillen. Ich gewöhnte erste das abendliche stillen ab. Mit Hilfe meines Mannes, der das ins Bett bringen für ein paar Abende übernahm. Glücklicherweise verlangte sie dann nicht nach Milch.

Anschließend ersetzte ich dieses Ritual durch ein Gutenacht-Lied und vielen Streicheleinheiten als Kuschelersatz. Es folgte das morgendliche Stillen. Ich erklärte wieder, dass die Milch alle ist und bot ihr anstelle dessen direkt Frühstück an, auch wenn das sehr frühes Frühstück für uns bedeutete 🙂

Das Abstillen hat ungefähr 2 Wochen gedauert, danach hat sie nicht mehr nach der Brust gefragt.

Mein Fazit

Ich habe Ida also fast genau 18 Monate lang gestillt. Es war ein Prozess und mehr eine Geschichte des Versuchens und mal sehen was passiert, als ein Still-Plan.
Was ich gelernt habe, stillen ist hilfreich in so vielen Aspekten und ich bin stolz auf meinen Körper, dass ich auf diese Ressource Zugriff hatte.
Stillen in der Öffentlichkeit war für mich zu Beginn wirklich ein Thema. Doch ich konnte meine Ängste überwinden und Selbstbewusstsein finden, um mich gegebenenfalls gegenüber Kommentaren verteidigen zu können.
Würde ich es wieder so machen? Vielleicht nicht zu 100 % aber fürs nächste Baby werde ich es ähnlich angehen und vor allem danach schauen, wie es das Baby annimmt.
Das Einzige, was ich mir vorgenommen habe wirklich anders zu machen ist, das nächtliche Stillen früher zu entwöhnen. Der Schlafentzug hat mich nicht immer die Mutter sein lassen, die ich gerne gewesen wäre. Es ist also in unserem Sinne 🙂 

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